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Postbank: Filialen in Bayern lahmgelegt

Postbank: Filialen in Bayern lahmgelegt

Postbankfilialen in München, Ingolstadt, Regensburg und anderen heute weitgehend geschlossen 23.04.2015

Mit einer großen Kundgebung haben heute die „Postbänker“ ihrem Unmut über die vor vier Wochen gescheiterten Verhandlungen Luft gemacht. Um 12.00 Uhr brachen 300 Streikende der Postbank Filialen, überwiegend aus dem südlichen und östlichen Bayern, vom DGB-Haus München in der Schwanthalerstraße auf. In der Bayerstraße kamen dann noch mal 150 Beschäftigte der Betriebscenter für Banken (BCB), einer Backoffice-Einheit der Postbank, in ihrer Mittagspause dazu. „Heute ist es das erste Mal, dass wir in München die Deutsche Bank in unsere Proteste mit einbeziehen“, erklärte Tina Scholze von ver.di Bayern.

Auf der Abschlusskundgebung am Promenadeplatz, direkt vor dem Gebäude der Deutschen Bank, wurde vehement der Kündigungsschutz gefordert. „Die Vorstände der Deutschen Bank ziehen die Strippen lassen die Beschäftigten bereits seit Januar auf den Kündigungsschutz warten. Wir werden die Blockadehaltung des Vorstandes der Deutschen Bank zum Kippen bringen“, machte Scholze die Zielrichtung klar.

Die Postbankfilialen in München, Ingolstadt und Regensburg und anderen bayerischen Städten und Gemeinden blieben heute weitgehend geschlossen. „Auch in den nächsten Tagen muss mit geschlossenen Filialen oder eingeschränktem Betrieb gerechnet werden“, kündigte Tina Scholze an.

Nach der für ver.di sehr erfolgreichen Urabstimmung werde es flächendeckende Aktionen bis hin zu mehrtägigen Streiks bundesweit geben. Zug um Zug werden die Streikaktivitäten in ganz Deutschland ausgeweitet. So sind in Bayern bereits seit Dienstag die Filialgebiete Oberbayern im Streik, seit Mittwoch Ostbayern und München. Heute, Donnerstag, den 23.04. sind die Filialgebiete Nürnberg und Ingolstadt dazu gekommen und morgen wird in Bayern noch das Filialgebiet Augsburg aufgerufen. In ganz Bayern muss zunächst bis Ende April auch mit weiteren Auswirkungen und geschlossenen Filialen gerechnet werden. Auch für den Monat Mai laufen die Planungen bereits.

„Die Bereitschaft zum Streik ist sehr hoch. Die Beschäftigten in den Filialen sind es leid, von der Postbank und der Deutschen Bank hingehalten zu werden. Eine Verlängerung des Kündigungsschutzes ist das wichtigste Ziel in der Tarifrunde“, fasst Tina Scholze die Forderungen zusammen.