Pressemitteilungen

dju fordert Schutz für Journalist*innen

dju fordert Schutz für Journalist*innen

24.05.2019

Der Vorstand der Deutschen Journalisten-Union (dju) hat sich mit einem Schreiben an die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in Bayern gewandt und darin den „bestmöglichen Schutz unserer Kolleg*innen vor politisch motivierten Angriffen“ gefordert. Anlass war eine Veröffentlichung der Organisation Reporter ohne Grenzen, dass Journalist*innen immer häufiger aggressiven Angriffen beziehungsweise Einschüchterungen ausgesetzt sind. „Insbesondere rechtsextreme Gruppierungen wie AfD, NPD oder Identitäre Bewegung treten hier zusehends unangenehm in Erscheinung“, heißt es in dem Schreiben.

Journalismus werde immer häufiger in einem Klima der Angst gemacht, lautet die Feststellung von Reporter ohne Grenzen. Eine solche Entwicklung dürfe nicht hingenommen werden: „Zeitungen, Zeitschriften und Online-Portale brauchen eine engagierte, mutige und kritische Berichterstattung. […] Wer auftragsgemäß recherchiert und formuliert hat, egal ob festangestellt oder freiberuflich, darf im Falle zum Beispiel eines Shitstorms in den sozialen Netzwerken nicht im Stich gelassen werden. Er/sie muss vielmehr den bestmöglichen Schutz seiner Auftraggeber bekommen. Wozu es für uns gehört, dass juristisch gegen unangemessen aggressive Angreifer vorgegangen wird.“

Mit dem Schreiben ruft die dju dazu auf, den Journalist*innen umfassende Rückendeckung zu bieten.