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Tarifrunde Druckindustrie: Streiks in Druckereien ausgeweitet

Tarifrunde Druckindustrie: Streiks in Druckereien ausgeweitet

25.10.2018

Auch in der dritten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber der Druckindustrie kein akzeptables Lohnangebot gemacht und deshalb wurden in dieser Woche die Streiks fortgesetzt und ausgeweitet. „Das wird so weitergehen“, erklärte Christa Hasenmaile, Leiterin des Fachbereichs Druck und Industrie bei ver.di Bayern, „denn wir können uns nicht damit zufriedengeben, dass unsere Kolleginnen und Kollegen noch nicht einmal den Ausgleich der Inflationsrate bekommen sollen.“

Die Beschäftigten der Firma Pustet in Regenburg und von Bosch Druck in Landshut folgten dem Streikaufruf wie auch die Belegschaft in der Technik der Nürnberger Nachrichten. Bereits zum zweiten Mal zeigten die Arbeitnehmer und Ar-beitnehmerinnen im Druckzentrum der Süddeutschen Zeitung München und bei Huhtamaki in Ronsberg ihre Unzufriedenheit mit dem bisherigen Angebot des Bundesverbands Druck und Medien (bvdm).

Überraschend war laut Hasenmaile bei der dritten Verhandlung, dass die Arbeitgeber jetzt einen Lohnabschluss davon abhängig machen, dass es zu dem von Arbeitgeberseite gekündigten Manteltarifvertrag erst eine „Regelung der Verfahrensweise“ gibt. „Lohn und Mantel zu verknüpfen geht aber eindeutig zu Lasten der Beschäftigten“, so Hasenmaile, „denn so werden Einkommenserhöhungen immer weiter nach hinten geschoben“.

Beim nächsten Verhandlungstermin am 30.10. erwarten die Beschäftigten auf jeden Fall einen Lohnabschluss, berichtete Hasenmaile.