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Wach- und Sicherheitsgewerbe: Arbeitgeber verweigern Tarifverhandlungen

Wach- und Sicherheitsgewerbe: Arbeitgeber verweigern Tarifverhandlungen

"Arbeitgeber wollen dauerhaft die Löhne der Sicherheitsmitarbeiter senken" 03.12.2015

Jahrzehntelang wurden die Löhne und Gehälter im bayerischen Lohntarifvertrag festgeschrieben. Dies soll es nach Willen des Arbeitgeberverbandes nun nicht mehr geben. Stattdessen will der Arbeitgeberverband die Löhne für die Sicherheitsmitarbeiter an Flughäfen nicht mehr verhandeln und hat dafür einen eigenen (Schein-)Verband gegründet. „Damit sollen dauerhaft die Löhne der Sicherheitsmitarbeiter an Flughäfen und in anderen Bereichen des Wach- und Sicherheitsdienstes gesenkt werden“ so Kai Winkler, Verhandlungsführer von ver.di.

ver.di fordert für die 25.000 Beschäftigten in der bayerischen Sicherheitsbranche eine Lohnerhöhung von 6,5%. Für die Auszubildenden sollen die Vergütungen auf 700 €, 750€ bzw. 800 € steigen.

Durch die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber, auch zukünftig alle Löhne und Gehälter in einem Tarifvertrag zu regeln, war die erste Verhandlungsrunde am gestrigen Mittwoch sehr schnell beendet. „Hochwertige Sicherheitsdienstleistungen werden immer wichtiger, da braucht es gut ausgebildete, gut bezahlte und hoch motivierte Mitarbeiter“, so Kai Winkler, ver.di. Voraussetzung dazu sei hier ein gemeinsamer Tarifvertrag für alle Beschäftigten in der Sicherheitsbranche.

Ein neuer Termin für weitere Verhandlungen wurde bislang nicht vereinbart.