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Banken: Warnstreiks in Nordbayern

Banken: Warnstreiks in Nordbayern

15.05.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Bankbeschäftigte in Nürnberg und der Region Bayern Nord zu Warnstreiks vor der vierten Verhandlungsrunde aufgerufen. Die Beschäftigten werden daher am 17. und 20. Mai in den Warnstreik treten, um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, in der nächsten Runde ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen.

Da es in der letzten Verhandlungsrunde praktisch keine Annäherung gegeben habe, sind die Bankbeschäftigten der Bayerischen Landesbank, der Commerzbank, der UniCredit Bank AG, der UniCredit Services S.C.p.A. in Nürnberg, einschließlich der Filialen in der Region Bayern Nord erneut zu Warnstreiks aufgerufen. „Mit einer Demo durch die Innenstadt und einer Kundgebung am Kornmarkt werden die Kolleginnen und Kollegen deutlich machen, dass sie mehr wert sind, als eine Gehaltssteigerung unterhalb der Inflation“, so Gregor Völkl, zuständiger Gewerkschaftssekretär für die privaten und öffentlichen Banken in Bayern. „Wir sind zuversichtlich, dass ab Freitag auch vereinzelt Filialen der Commerzbank und der UniCredit geschlossen bleiben“, so Völkl weiter.

"Das Angebot aus der letzten Runde ist absolut unzureichend und wird der Leistung und Belastung der Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken nicht gerecht“, kritisiert ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer Christoph Meister: „Die Beschäftigten brauchen als Ausgleich für die zunehmenden Belastungen außerdem dringend die von uns geforderten Gesundheits- und Entlastungstage.“

ver.di fordert in der Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Anhebung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits- und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.

Die vierte Verhandlungsrunde findet am 20. Mai 2019 in Wiesbaden statt.