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Verbesserte Gehälter für Ballungsräume

Verbesserte Gehälter für Ballungsräume

10.02.2021

Im aktuellen Gesetzentwurf zur Anhebung der Gehälter bei den Bundesbeamt*innen plant der Bund durch die Einführung wohnortabhängiger Zulagen erhebliche Verbesserungen bei der Bezahlung der Bundesbeamt*innen. „Wir begrüßen die Erkenntnis der Bundesregierung ausdrücklich, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes kaum mehr in der Lage sind, sich das teure Wohnen in Ballungsräumen leisten zu können“, erklärte der stv. Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach. Damit würden die Forderungen von ver.di endlich aufgegriffen, gerade die Einkommen der unteren und mittleren Gehaltsgruppen deutlich anzuheben.

ver.di hätte aber erwartet, dass die Verbesserungen schon in der gerade zurückliegenden Tarif- und Besoldungsrunde für Bund und Kommunen vorgelegt und behandelt worden wären.

Die Bayerische Staatsregierung gerate durch das Vorhaben der Bundesregierung nun in Handlungszwang, erläuterte Flach. ver.di hatte für die Beamtinnen und Beamten des Staates und insbesondere der Landeshauptstadt mitsamt den umliegenden Kommunen eine Anhebung der Ballungsraumzulage gefordert. Deren von Arbeitgeberseite vorgesehene Höhe bleibt aber weit hinter den Beträgen zurück, die nun im Bundesbereich eingeführt werden sollen. Vor über einem Jahr gab es hierzu bereits nachdrückliche Forderungen von ver.di und den Beschäftigten gegenüber dem Finanzministerium, unterstützt vom Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Die höchsten Mieten finden sich gerade in München und dessen Umland; Mieten, die auch im Bundesbereich mit ausschlaggebend sind für die Höhe der geplanten Zulage. „Wir erwarten hier nun ein deutliches Entgegenkommen der Staatsregierung, um den geforderten Ausgleich für die hohen Lebenshaltungskosten auch für bayerische Beamtinnen und Beamten zu schaffen“, forderte Norbert Flach.