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Redakteure streiken weiter

Zeitungsredaktionen und Verlage: Redakteure streiken weiter

25.03.2014

In München haben sich heute auch die Redaktionen der TZ und der Süddeutschen Zeitung der Warnstreikrunde für 5,5% mehr Gehalt angeschlossen, die gestern bereits beim Münchner Merkur begonnen hat. Von 10 bis 13 Uhr treffen sich die Beschäftigten der drei beteiligten Münchener Tageszeitungen zusammen mit den ebenfalls streikenden Verlagsangestellten im Münchner Ratskeller. Auf der Herreninsel im Chiemsee, am Ort des Verfassungskonvents, der die Pressefreiheit in unserem Grundgesetz verankerte, treffen sich heute die Streikenden des Oberbayerischen Volksblattes zu einer Streikversammlung. „Zur Pressefreiheit mit funktionierenden Tageszeitungen gehören gut ausgebildete und dafür auch gut bezahlte Redakteurinnen und Redakteure“, erklärte dazu der Sprecher der Deutschen Journalisten Union (dju), Karl-Heinz Kaschel-Arnold.

Gestern hatten auch Redakteure und Verlagsangestellte der Nürnberger Nachrichten, der Nürnberger Zeitung und der Fränkischen Landeszeitung für einen Tag die Arbeit niedergelegt.

Fortgesetzt werden die Warnstreiks heute bei der Redaktion und den Verlagsangestellten der Allgäuer Zeitung in Kempten. Streikende Beschäftigte der Augsburger Allgemeinen beteiligen sich heute in Ulm an einer gemeinsamen Kundgebung mit der Belegschaft der baden-württembergischen Südwestpresse in Ulm.

Die Streikenden des Allgäuer Zeitungsverlages forderten ihren Geschäftsführer Brehm in einer Resolution auf, seinen Einfluss im Verlegerverband geltend zu machen, um die zähen Tarifverhandlungen voranzutreiben und zu einem für die Beschäftigten positiven Ende zu führen. „Nur für gutes Geld sind gute Leute und gute Arbeit zu bekommen“, heißt es darin.

Während die Journalistengewerkschaften 5,5% Gehaltserhöhungen für Redakteure und die bayerischen Verlagsangestellten fordert, bieten die Verleger lediglich eine Einmalzahlung für 2014 und 1,4% Gehaltserhöhung ab 2015. Die bayrischen Verlager weigern sich seit April 2013, für die Angestellten in Zeitungsverlagen auch nur ein Angebot vorzulegen.