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Nahverkehr Bayern: Verhandlungen treten auf der Stelle

Nahverkehr Bayern: Verhandlungen treten auf der Stelle

30.05.2018

Die zweite Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern für den ÖPNV Bayern verlief nach Angaben von ver.di Bayern „mehr als enttäuschend“. Die Arbeitgeber haben auf die Forderungen der Gewerkschaft (7 % mehr Entgelt, mind. aber 220 € und weitere Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen – 12 Monate Laufzeit) im Wesentlichen nur die Tarifeinigung für Bund und Kommunen auf Bundesebene abschreiben wollen. „Damit fände keine wirkliche Berück-sichtigung der besonderen Situation des ÖPNV in Bayern statt“, erklärte Verhandlungsführer Norbert Flach.

„Die Arbeitgeber sind dabei, die historische Chance für die Stärkung des Nahverkehrs zu verschlafen“, kritisierte Flach. Der altersbedingte Umbruch im Nahverkehr sei in vollem Gange und es gebe schon jetzt Schwierigkeiten, gutes und qualifiziertes Personal zu halten bzw. zu bekommen.

„Der ausschließliche Blick auf die Seite der Kostenbelastung ist wahrlich kein Schritt in die Zukunft. Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber deckt soeben die aktuelle Inflationsrate in Bayern ab“, betonte auch der Leiter des Fachbereichs Verkehr bei ver.di Bayern, Kai Winkler.

Die Friedenspflicht endet am 31.05.2018 um 24:00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt wäre damit die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen möglich – „und darüber werden wir jetzt intern beraten“, kündigte Winkler an.

„In der nächsten Verhandlungsrunde am 15.6. erwarten wir mehr von den öffentlichen Arbeitgebern, es wird keine endlo-sen langen Verhandlungsrunden mehr geben“, betonte Norbert Flach.