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Tarifrunde Postbank: Warnstreiks treffen auch Bayern

Tarifrunde Postbank: Warnstreiks treffen auch Bayern

02.08.2019

Die Gewerkschaft ver.di ruft für Samstag, den 03. August im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen die Beschäftigten der Postbankfilialen im Großraum München zum Warnstreik auf. „Bisher gab es ausschließlich alte Phrasen statt ein faires Angebot. Deshalb müssen wir jetzt mit Warnstreiks den Druck erhöhen“, erklärte Tina Scholze, Leiterin des Fachbereichs Finanzdienstleistungen bei ver.di Bayern.

Scholze sieht für die Verhandlungen durchaus Gestaltungsspielräume, die weiter ausgeschöpft werden könnten. So habe die Muttergesellschaft der Postbank 2018 eine deutlich verbesserte Nachsteuerrendite zum Vorjahr um immerhin 6,9 Prozent erreicht. In 2018 erarbeitete pro Monat jede*r Mitarbeiter*in einen Bruttogewinn von Höhe von 2.580 Euro. „Da muss doch auch für die Beschäftigten mehr drin sein“, betonte Scholze. In einem schwierigen Umfeld mit großen Umbrüchen müsse zudem honoriert werden, dass Beschäftigte täglich über ihre Grenzen gehen und den Kunden immer noch in den Fokus stellen.

„Der massive Personalabbau der letzten Jahre sowie viele interne Veränderungen und Umstrukturierungen machen die Arbeit nicht leichter“, so Scholze. Die Beschäftigten stünden jeden Tag unter immensem Druck, die Altersstruktur weise eine Tendenz nach oben auf, die Krankenquote verbessere sich seit Jahren nicht. „All das sind belastende Auswirkungen auf die Mitarbeiter*innen am Schalter und im übrigen Kundenkontakt, die wir honoriert sehen wollen“, forderte Tina Scholze.

Die ver.di- Forderungen im Überblick:

  • Erhöhung der Gehälter um 7%, mindestens 200 Euro
  • Wahlmöglichkeit, den Gehaltsabschluss auch im Freizeit umwandeln zu können
  • Erhöhung der Azubivergütungen um 100 Euro auf mind. 1.000 Euro im ersten Ausbildungsjahr und für alle Azubis die Angleichung auf 30 Tage Urlaub
  • Sechs Gesundheits- und Entlastungstage für ver.di-Mitglieder
  • Anspruch auf Altersteilzeit
  • Anspruch für alle Beschäftigte auf ein 13. Monatsgehalt
  • und weitere spezielle Forderungen für einzelne Teil-Unternehmen

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 13. und 14. August statt. Weitere Streiks im Vorfeld wollte Scholze nicht ausschließen.