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Warnstreiks bei Energieversorgern

Warnstreiks bei Energieversorgern

21.02.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der Tarifgemeinschaft Energie (u. a. E.ON-Unternehmen, TenneT und VERBUND) für den 23. Februar zum ganztägigen Warnstreik auf. „Die Arbeitgeber haben in der letzten Verhandlungsrunde ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Jetzt stehen die Beschäftigten unter Strom“, erklärte Martin Marcinek von ver.di Bayern. Mehr als 1.500 Streikende werden sich am Freitag zu einer Kundgebung in Regensburg versammeln.

„Leider haben uns die Arbeitgeber in der letzten Verhandlungsrunde nur 2,1 Prozent für eine Laufzeit von 18 Monaten geboten. Das ist weit weg von einem tragfähigen Kompromiss. Deshalb erhöhen wir bundesweit mit Warnstreiks unseren Druck auf die Arbeitgeber“, so Marcinek.

Die Streikenden versammeln sich am Freitag in Regensburg vor dem E.ON-Gebäude bzw. der Zentrale des Bayernwerks in der Lilienthalstr. 7 zur Warnstreikkundgebung. Die Streikenden aus nahezu allen Teilen Bayern werden mit 28 Bussen anreisen.

Die Beschäftigten hätten ein Recht, an der Wirtschaftsentwicklung und der steigenden Produktivität des E.ON-Konzerns teilzuhaben. „Wenn die Arbeitgebervertreter ihre Haltung nicht verändern, provozieren sie das Scheitern der Verhandlungen. Die Beschäftigten sind nach Warnstreiks sicher auch zu Erzwingungsstreiks bereit“, betonte Marcinek.

ver.di fordert für die Tarifgemeinschaft Energie in Deutschland sechs Prozent mehr Geld für die Tarifbeschäftigten sowie eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 175,00 € und eine unbefristete Übernahme für Auszubildende.

Die Verhandlungen werden am 27. Februar in Hannover fortgesetzt.