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Stationierungsstreitkräfte: Einigung in erster Verhandlungsrunde

Stationierungsstreitkräfte: Einigung in erster Verhandlungsrunde

29.10.2020

Der ver.di Fachbereich Bund und Länder in Bayern begrüßt die schnelle Einigung in der Tarifrunde für die Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte. Bereits beim ersten Verhandlungstermin am 28. Oktober in Frankfurt einigten sich die Gewerkschaften ver.di und NGG sowie die durch das Bundesfinanzministerium vertretenen Gaststreitkräfte auf eine Erhöhung der Entgelttabellen von 1,6 Prozent ab 1. November 2020 bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsentgelte steigen um 25 Euro, die Löhne für Aushilfskräfte bei der NATO auf €12,16. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten inklusive der Auszubildenden noch 2020 eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von €250, bei den AAFES-Beschäftigten wird die bereits ausgezahlte Corona-Sonderzahlung um €150 erhöht.

Damit konnte noch in der laufenden Friedenszeit für die bei der US Army, den Briten, Franzosen und weiteren Gaststreitkräften beschäftigten Arbeitnehmer*innen eine Einigung erzielt werden, die von der ver.di-Tarifkommission einstimmig angenommen wurde. „Die Bereitschaft zur sofortigen Einigung bei einem fairen Angebot zeugt von einem großen Verantwortungsbewusstsein sowohl der Beschäftigten als auch der Arbeitgeber“, betonte ver.di-Verhandlungsführer Tobias Schürmann. „Gerade die Corona-Sonderzahlung ist ein wichtiges Signal für die Beschäftigten, die überaus flexibel die Versorgung der Gaststreitkräfte und den Unterhalt der Standorte garantieren“, bekräftigt Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Bayern.

Zivilbeschäftigte sind in der Nahrungsmittelversorgung, im Gesundheitsbereich, der Logistik, Reinigung, im Gebäudeunterhalt, in der Wohnungsvermittlung oder den Kindergärten tätig und damit unerlässlich für die Standorte und Einrichtungen. „Die schnelle Einigung gibt Sicherheit, und das ist besonders wichtig in Zeiten der Verunsicherung – gerade auch durch die angekündigten Truppenreduzierungen“, erläutert die für die Stationierungsstreitkräfte in Bayern zuständige ver.di Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner.

ver.di verhandelt unter den schwierigen Bedingungen des NATO-Truppenstatus die Tarifverträge für die bundesweit insgesamt 12.000 Beschäftigten. In Bayern gibt es Standorte in der Oberpfalz, Mittelfranken und im Allgäu.

Tarifkommissionsmitglieder aus der Oberpfalz und ver.di Verhandlungsführer Tobias Schürmann (2. von links) ver.di Bayern Tarifkommissionsmitglieder Oberpfalz  – Tarifkommissionsmitglieder aus der Oberpfalz und ver.di Verhandlungsführer Tobias Schürmann (2. von links)