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Tarifrunde Postbank: Warnstreiks in Nordbayern

Tarifrunde Postbank: Warnstreiks in Nordbayern

06.09.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für Freitag und Samstag, den 6. und 7. September im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen die Beschäftigten einzelner Postbankfilialen in Bayern Nord und Thüringen zum Warnstreik auf. „Auch in der zweiten Verhandlungsrunde gab es kein Angebot. Deshalb werden die Warnstreiks nun schrittweise weiter verstärkt“, erklärte Steff Schulze, Gewerkschaftssekretärin des Fachbereichs Finanzdienstleistungen bei ver.di.

Die DB Privat- und Firmenkunden AG (Nachfolger der Postbank AG) legte einen prächtigen Jahresabschluss 2018 hin (ca. 1 Mrd. Euro Ge-winn nach Steuern). „Den Gewinn haben die Beschäftigten erwirtschaftet. Also erwarten wir eine angemessene Beteiligung daran. Der Verteilungsspielraum ist schließlich da“, so Schulze.

Durch das angekündigte Personalabbauprogramm sei eine weitere Verdichtung der Arbeit zu befürchten, erklärte Schulze. Der Druck auf die Beschäftigten in den Filialen und im operativen Bereich sei dabei heute schon immens hoch. „Wir erwarten ein klares Statement der Bank zum Erhalt des Privat- und Firmenkundengeschäfts und zur Wertschätzung der Beschäftigten“, betonte Roswitha Fleischer, aktive Gewerkschafterin und Mitglied im Betriebsrat des Postbank Filialvertriebes.

Die ver.di- Forderungen im Überblick:
• Erhöhung der Gehälter um 7 %, mindestens 200 Euro
• Wahlmöglichkeit, den Gehaltsabschluss auch in Freizeit umwandeln zu können
• Erhöhung der Azubivergütungen um 100 Euro auf mind. 1.000 Euro im ersten Ausbildungsjahr und für alle Azubis die Angleichung auf 30 Tage Urlaub
• Sechs Gesundheits- und Entlastungstage für ver.di-Mitglieder
• Anspruch auf Altersteilzeit
• Anspruch für alle Beschäftigte auf ein 13. Monatsgehalt und
• weitere spezielle Forderungen für einzelne Teil-Unternehmen

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 9. und 10. September statt.