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Stärkung der Tarifbindung im öffentlichen Dienst

Stärkung der Tarifbindung im öffentlichen Dienst

11.02.2020

ver.di und Vertreter*innen der Gesamtpersonalräte der Großstädte Bayerns haben in einem gemeinsamen Appell zur Stärkung der Tarifbindung aufgerufen. Seit Jahren warnt ver.di die öffentlichen Arbeitgeber, dass sie zunehmend Probleme bekommen werden, gutes und qualifiziertes Personal zu bekommen und zu halten, wenn sie sich nicht mit der Gewerkschaft um eine nachhaltige Verbesserung der Einkommen und Arbeitsbedingungen bemühen. Aber auch der auf die Zukunft ausgerichteten Ausbildung kommt hierbei ein hoher Stellenwert zu.

Die Kommunen bekämen inzwischen nahezu flächendeckend nicht mehr das Personal, was sie brauchen, und gleichzeitig sei ein harter Kampf um qualifizierte Mitarbeiter entbrannt, schilderte Norbert Flach, stv. Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, die prekäre Lage.

Während laut Flach ver.di in Tarifverhandlungen mühsam um Verbesserungen ringe und am Verhandlungstisch seitens der Verbandsvertreter oftmals bestritten werde, dass es Personalgewinnungsprobleme gibt, zahlen viele Kommunen inzwischen außertarifliche Leistungen, um ihre Jobs attraktiver zu machen.

Die ausufernde Entwicklung – manche sprechen von „Kannibalismus“ unter den Kommunen – war nunmehr Anlass für ver.di und die Gesamtpersonalräte zu einem gemeinsamen Appell zur Stärkung der Tarifbindung.

„Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern und die kommunalen Arbeitgeber haben auch im Hinblick auf die Tarifbindung eine Vorbildfunktion. Die großen Herausforderungen der Zukunft – Demografie und Digitalisierung – werden die öffentlichen Arbeitgeber nicht mit Rezepten aus der Vergangenheit bewältigen können. Es ist höchste Zeit für eine Neujustierung“, betonte Norbert Flach.