Tarifrunde Privates Omnibusgewerbe Bayern 2020

    Nach einem Streikherbst und 3 gescheiterten Verhandlungsterminen kam es zum Schlichtungsverfahren und zu folgendem Ergebnis:

    (1) Erhöhung der monatlichen Grundlöhne:
    - um 50 € brutto zum 01. April 2021 (entspricht ca. 2,14% in der Lohngruppe 2ac)
    - um weitere 1,8% zum 01. Januar 2022
    - um weitere 3,0% zum 01. Januar 2023

    Die prozentualen Erhöhungsschritte beziehen sich jeweils auf die zum Erhöhungszeitpunkt gegebenen tariflichen Tabellenlöhne.

    (2) Die Beschäftigten erhalten eine Corona-Prämie in Höhen von 200 €. (§ 31 EstG). Die Einmalzahlung ist mit dem Monatsentgelt für April auszuzahlen. Teilzeitbeschäftigte sind anteilig auszuzahlen. Die Zahlung kann mit bereits erfolgten Corona-Sonderzahlungen verrechnet werden.

    (3) Neue Lohngruppe für Omnibusfahrer*innen ab dem 10. Beschäftigungsjahr (LG 2ad):
    - zusätzlich 0,10 € brutto ab dem 01. Januar 2022
    - zusätzlich 0,20 € brutto ab dem 01. Januar 2023 (insgesamt dann also 0,30 € brutto mehr für die neue LG)

    (4) Umschichtung des Schichtzuschlages auf den Tabellen-Stundenlohn:
    - um 0,10 € brutto ab dem 01. April 2021 (Schichtzulage beträgt damit dann 0,85 €)
    - weitere Umschichtung um zusätzlich 0,10 € ab dem 01. Januar 2022 (Schichtzulage beträgt damit dann 0,75€)

    (5) Wegfall der Probezeit bei der Übernahme von eigenen Auszubildenden nach der Ausbildungszeit.

    (6) Der Lohntarifvertrag gilt ab dem 01. September 2020 und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023.

    (7) Die Tarifvertragsparteien streben einen gemeinsamen Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit an

    Die absurde Forderung des Arbeitgeberverbands nach schlechteren Pausenregelungen konnten wir vollständig abschmettern.

    Ohne Streiks wäre das Ergebnis ganz sicher schlechter ausgefallen!!

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